Montag, 12. Juli 2010

Es ist Mitte Juli. Seit einem halben Jahr bin ich wieder in Deutschland, in meiner Heimat.
Das Bild hat sich gedreht. Ich lese die Einträge, die Sätze, die ich selbst verfasst habe und erkenne mich kaum wieder. Es ist nun wie ein Film, den man sich ansieht. Ein Film, der Fernweh weckt und Lust auf Neues macht.
Zugegebenermaßen habe ich viel vergessen und verlernt, was mir so wertvoll war. Damit meine ich nicht unbedingt das Englisch, das sich bestimmt leicht wieder erlernen lässt. Ich meine eher ganz elementare Dinge. Eine innere positive Wärme und ein Urvertrauen in das, was um mich herum und auch in mir passiert.
Ich weiß nicht, woran es liegt, dass nun so vieles verflogen ist. Nichts nützt es, alles einfangen zu wollen. All das Schöne kommt mir vor wie ein Duft, der flüchtig ist, den man nun nur noch beschreiben kann. Aber niemand, selbst ich kann mich nicht mehr an sein Wesen erinnern.
Ich werde wiederkommen.

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